Die Eibe der TU-Schaugärten
Von allen geschützten Bäumen dieses Gartens hat die Eibe die längste Zukunft vor sich. Taxus baccata ist der langsamste und langlebigste Baum Nordeuropas, mit fünfhundert Jahren noch unauffällig, in einem Alter also, in dem eine Eiche bereits als uralt gilt und eine Birke seit Jahrhunderten verschwunden ist. Diese Eibe steht im Vorgarten der ehemaligen Königlichen Gärtnerlehranstalt, der preußischen Gärtnerschule, die diesen Block in Dahlem von 1903 bis 1966 belegte und das Pflanzen durch Pflanzen lehrte. Berlin führt sie seit dem 2. März 1993 als Naturdenkmal 6-76/B-1, den Riesen-Lebensbaum wenige Schritte weiter als 6-76/B-2, am selben Tag, unter derselben Verordnung. Die Akten behandeln beide als Paar, und auf dem Gelände stehen sie auch so. Eiben geben Besuchern wenig preis. Dunkel, dicht, am Fuß eher gefurcht als rund, mit Rinde, die in rotbraunen Streifen abblättert, und von außen praktisch nicht zu datieren, weil das Kernholz vermodert, während der Baum völlig gesund weiterwächst. Genau deshalb schwanken Altersangaben für Eiben um Jahrhunderte, und genau deshalb nennt für diese hier niemand eine Zahl. Berlin verzeichnet weder Alter noch Umfang. Wer sie gemessen hat, möge uns den Wert nennen.
- Geschätztes Alter
- Standort
- TU-Schaugärten (former Königliche Gärtnerlehranstalt), Königin-Luise-Straße 22, 14195 Berlin-Dahlem (Dahlem, Steglitz-Zehlendorf)
- Zugang
- Kostenlos, die Schaugärten der TU Berlin (Lehr- und Schaugarten, 2012 bis 2014 wiederhergestellt); die TU nennt saisonale Öffnungszeiten (April/Mai und September/Oktober etwa 10 bis 20 Uhr, Juni bis August etwa 10 bis 22 Uhr); für den Winter ist keine Öffnung belegt, ein Besuch lohnt also in der Vegetationszeit
- Anfahrt
- Podbielskiallee oder Dahlem-Dorf (U3), etwa 10 Minuten zu Fuß
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Quellen
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