Der Kuchenbaum der TU-Schaugärten

AlterAlter unbekannt
ArtKuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum)
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Zwei Wochen lang im Oktober riecht der Boden unter diesem Baum nach Lebkuchen. Trocknende Kuchenbaum-Blätter setzen Maltol frei, dieselbe Verbindung, die aus einem heißen Ofen kommt, weshalb die Art auf Deutsch Kuchenbaum oder Lebkuchenbaum heißt. Man riecht es, bevor man herausfindet, woher es kommt. Er ist vermutlich der größte Kuchenbaum Berlins. Das ist nicht unsere eigene Messung, sondern das Urteil von Professor Norbert Kühn, der das Fachgebiet der TU Berlin leitet, das diesen Garten pflegt, und der seine eigene Beschreibung des Ortes mit genau diesem Baum eröffnet. Berlin hatte ihn bereits am 2. März 1993 als Naturdenkmal 6-78/B unter Schutz gestellt, den Japanischen Kuchenbaum. Die Art kam im späteren 19. Jahrhundert aus Japan und China in europäische Gärten, rechtzeitig genug, dass eine preußische Lehranstalt einen haben wollte. Von 1903 bis 1966 war dieses Gelände die Königliche Gärtnerlehranstalt, die staatliche Schule für Gärtner, und jede Rarität hier wurde zum Studieren gekauft, nicht zur Zierde. Kuchenbäume wachsen meist mit mehreren Stämmen von unten statt mit einem einzigen, und die runden, herzförmigen Blätter kommen im April bronzerosa heraus, werden bis Juni blaugrün und enden aprikosenfarben. Ein Alter wurde für ihn nie veröffentlicht, und das Register verzeichnet keinen Stammumfang.

Geschätztes Alter
Standort
TU-Schaugärten (former Königliche Gärtnerlehranstalt), Königin-Luise-Straße 22, 14195 Berlin-Dahlem (Dahlem, Steglitz-Zehlendorf)
Zugang
Kostenlos, die Schaugärten der TU Berlin (Lehr- und Schaugarten, 2012 bis 2014 wiederhergestellt); die TU nennt saisonale Öffnungszeiten (April/Mai und September/Oktober etwa 10 bis 20 Uhr, Juni bis August etwa 10 bis 22 Uhr); für den Winter ist keine Öffnung belegt, ein Besuch lohnt also in der Vegetationszeit
Anfahrt
Podbielskiallee oder Dahlem-Dorf (U3), etwa 10 Minuten zu Fuß

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Quellen

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