Unter dieser Linde tranken Menschen Tee, und der Boden, auf dem sie saßen, ist noch da. Ein Mosaikpflaster nahe dem Löwenbrunnen im Schlossgarten markiert die Stelle, an der Gäste des Anwesens von Prinz Carl von Preußen unter dem Baum saßen, und die eigene Parkgeschichte nennt sie einen der eindrucksvollsten Solitärbäume des Anwesens. Berlins Naturdenkmalregister stimmt auf seine trockene Art zu. Es gibt dem Baum eine Nummer, 6-100/B, und einen Namen, Königslinde, was ungewöhnlich ist in einem Dokument, das sonst meist nur Art und Flurnummer festhält und dann aufhört. Der Garten um sie herum wurde ab 1816 von Peter Joseph Lenné für Prinz Carl angelegt, eine englische Landschaft mit langen Sichtachsen an einem preußischen Flussufer, heute Teil des UNESCO-Welterbes der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin. Er ist offen, kostenlos und hat kein Tor. Weder das Register noch die Parkgeschichte geben dieser Linde ein Alter oder einen Umfang, deshalb bekommt sie hier auch keins. Sie steht an der Königstraße gegenüber dem Wiesenteich, auf der Berliner Seite der Glienicker Brücke, zwölf Minuten von Potsdam Hauptbahnhof mit der Tram 93, und sie ist der Baum auf diesem Spaziergang, unter dem tatsächlich Menschen gesessen haben.
Schlossgarten Glienicke, on Königstraße opposite the Wiesenteich pond, Berlin-Wannsee (Steglitz-Zehlendorf), on the Potsdam border
Kostenlos, ganzjährig öffentlich zugänglich, kein Tor, keine Öffnungszeiten, kein Eintritt. Teil des UNESCO-Welterbes der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin
Tram 93 ab Potsdam Hauptbahnhof bis Glienicker Brücke, etwa 12 Minuten, dann ein kurzer Weg in den Schlossgarten
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Land Berlin), no. 6-100/B
- berlin.de
- en.wikipedia.org
- Land Berlin, Naturdenkmale: Baeume und Findlinge (declared natural monuments), no. 6-100/B