Der Amur-Korkbaum im Luitpoldpark
edad desconocidaAmur-Korkbaum (Phellodendron amurense)
Man kann einen Daumen in diesen Baum drücken, und die Rinde gibt nach. Der Amur-Korkbaum trägt eine dicke, weiche, tief gefurchte Korkschicht, die unter der Hand eine Delle bekommt und zurückfedert, und genau deshalb schützt ihn Münchens Naturdenkmalverordnung von 2021 wegen eines interessanten Rindenbilds und nennt die Art äußerst selten in der Stadt. Phellodendron amurense kommt aus dem Amurgebiet an der russisch-chinesischen Grenze, dazu aus Korea und Nordjapan, also aus einem Kontinentalklima mit härteren Wintern, als Bayern je hinbekommen hat. Unter dem Kork ist der Bast von verblüffendem Schwefelgelb, und er ist eine der Grundpflanzen der chinesischen Medizin. Die Blätter sind gefiedert wie bei einer Esche und färben sich im Herbst klar gelb, die Beeren sind schwarz und riechen zerdrückt nach Terpentin. Im Nordosten der Vereinigten Staaten sät sich derselbe Baum so aggressiv in Laubwälder aus, dass mehrere Bundesstaaten seinen Verkauf verboten haben. In einem Schwabinger Park steht er einfach herum und ist ungewöhnlich. Der Grund, auf dem er steht, ist der Luitpoldpark, 1911 angelegt und beherrscht von einem Hügel aus dem Schutt der zerbombten Stadt. Ein Zürgelbaum, unter derselben Verordnung wegen derselben Seltenheit geschützt, wächst etwa 200 Meter östlich. Die Verordnung listet Gründe und führt weder Daten noch Maße, das Alter des Baums ist also unbekannt.
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- Especie
- Amur-Korkbaum (Phellodendron amurense)
- Edad estimada
- Ubicación
- Luitpoldpark, 80804 München (Schwabing-West)
- Acceso
- Kostenlos, öffentlicher Grund, keine Einschränkungen
- Cómo llegar
- 3 Gehminuten von der Tramhaltestelle Ackermannstraße
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