Welcher ist der älteste Baum in Graz?
Der am solidesten datierte Naturdenkmalbaum in Graz ist der Feldahorn im Augarten, der am Ostrand des Parks im Bezirk Jakomini wächst. Sein förmlicher Schutz stammt aus dem Jahr 1979, aber Wikipedias eigene Aufstellung der Grazer Naturdenkmäler nennt eine ältere Quelle, eine Erhebung der gepflanzten Laubbäume der Stadt von 1956, die genau diesen Ahorn bereits als schützenswert führte. Das ergibt eine belegte Untergrenze von mindestens siebzig Jahren, Jahrzehnte vor den meisten anderen Grazer Naturdenkmälern, deren Ausweisungsdaten sich um 1979, 1990 und 2000 sammeln, ohne dass für die Bäume selbst je ein Alter veröffentlicht wurde. Zwei Eichen in der Panoramagasse, am selben Tag im Juli 1979 geschützt, tragen echte, 2015 im Gelände gemessene Stammumfänge (2,80 und 4,90 Meter), und diese Messungen datieren sie inzwischen: nach der veröffentlichten Wachstumsrate für Eichen kommen sie auf etwa 100 bis 200 und etwa 175 bis 350 Jahre, womit die größere rechnerisch älter ist als der Ahorn, während der Ahorn den besseren Beleg hat. Beides sind Spannen von einem Jahrhundert und mehr, denn so breit ist eine Umfangsschätzung ehrlicherweise.
Diese Seite steht auf dem laufend gepflegten Open-Data-Register der Naturdenkmäler der Stadt Graz (geodaten.graz.at, CC BY 4.0), Baum für Baum abgeglichen mit Wikipedias eigenständig gepflegter 'Liste der Naturdenkmäler in Graz', die jeden Eintrag getrennt verortet und manchmal eine echte Geländemessung oder einen historischen Beleg trägt, den das Register selbst nicht hat. Veröffentlicht werden hier zwölf Bäume, die sich an zwei unabhängigen Quellen bestätigen ließen und den Zugangstest bestehen: neun rund um das Zentrum, verteilt über den Schlossberg, den Volksgarten, den Augarten, den Schillerplatz, die Elisabethstraße und den Hang der Panoramagasse, und drei weitere im Westen nahe dem Schlosspark Eggenberg, einem UNESCO-Welterbe-Schlosspark etwa 3,5 km westlich, wo von einer größeren Pflanzung aus zehn ausgewiesenen Bäumen nur eine Kiefer und eine Buche eine Dokumentation haben, die zum Veröffentlichen reicht, dazu eine frei zugängliche Eiche in einem öffentlichen Park 900 Meter vom Schlosstor. Die übrigen acht Eggenberger Bäume (fünf Platanen, drei Kiefern) teilen sich Adresse und Datum, ohne je einzeln erfasst zu sein, und lesen sich als eine Allee statt als getrennte Punkte. Mehrere weitere Anwärter, darunter eine Paulownia bei einem Kindergarten, ein Paar bei einem Jugendheim und eine Villenplatane, wurden zurückgehalten, weil dieses Projekt niemanden auf Gelände schickt, von dem nicht klar belegt ist, dass es offen steht.
Wenn Sie in Graz einen älteren Baum kennen oder hier einen Fehler sehen, sagen Sie es uns und wir korrigieren es.
Hier stimmt etwas nichtNoch einen Baum vorschlagen