Die Stadt Graz führt ein laufend gepflegtes Register ihrer Naturdenkmäler, und sechzehn davon kommen hier vor, dazu eine Flügelnuss im Stadtpark von etwa 1870: elf im Zentrum, vom Feldahorn am Schlossberg über das Trio im Volksgarten, zwei Eichen in der Panoramagasse und eine Platane in der Elisabethstraße; eine Kiefer und eine Blutbuche im kostenpflichtigen Schlosspark Eggenberg und eine frei zugängliche Eiche in der Nähe; eine vom Sturm gekappte Edelkastanie und eine im März blühende Kornelkirsche in den östlichen Hügeln; und in Jakomini die einzige geschützte Morgenländische Platane der Stadt. Die meisten tragen kein festgehaltenes Alter.
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Feldahorn (Acer campestre) · Innere Stadt (Schlossberg hill park)
Graz führt ein öffentliches, laufend gepflegtes Register seiner Naturdenkmäler, und dieser Feldahorn hat dort seit dem Jahr 2000 einen Platz, gewachsen auf dem bewaldeten Hügel über der Altstadt, wo einmal eine Festung stand und noch heute ein Uhrturm steht. Feldahorne werden nirgends besonders oft herausgehoben: Sie sind der Heckenbaum, der die Lücken zwischen größeren Arten füllt, statt einen Park für sich zu tragen. Dieser hat den Schutz dennoch bekommen, auf einem Hügel, dessen Buchen, Hainbuchen und Eschen seit Jahrhunderten als Landschaftspark um die Ruinen am Gipfel gepflegt werden. Österreichs amtlicher Nachweis und das Register der Stadt Graz stimmen bei der genauen Stelle auf drei Meter überein, auch wenn weder das eine noch das andere je den Stammumfang gemessen oder eine Zahl für das Alter genannt hat, eine ehrliche Lücke bei einem sonst gut erfassten Baum. Der Schlossberg selbst braucht niemandem vorgestellt zu werden, der in Graz war, sein Uhrturm ist über die ganze Stadt hinweg zu sehen, und der Aufstieg an diesem Ahorn vorbei ist zu jeder Stunde kostenlos, zu Fuß oder mit der kostenpflichtigen Bahn, die den Beinen die Arbeit abnimmt.

Stieleiche (Quercus robur) · Lend (Volksgarten park)
Drei der amtlich geschützten Bäume von Graz stehen in einem einzigen kleinen Park, und diese Eiche ist die erste von ihnen, gewurzelt an der Mühlgassenseite des Volksgartens. Die Geschichte des Parks verzeichnet eine gepflanzte Eichenreihe, die etwa von Nord nach Süd durch seine Mitte läuft, siebzig bis hundert Jahre alt, aber keine Quelle bestätigt, dass gerade dieser ausgewiesene Baum zu dieser Reihe gehört und nicht zu einer eigenen Pflanzung daneben, die beiden Tatsachen bleiben hier also getrennt und werden nicht zu einer saubereren Geschichte verbunden, die so niemand erzählt hat. Worin das laufende Baumregister der Stadt und die unabhängige Liste in Wikipedia übereinstimmen, ist die Stelle selbst, auf zwei Meter genau, und der Schutz: Diese Stieleiche ist seit Mai 2000 Naturdenkmal. Der Volksgarten umfasst viereinhalb Hektar, an jeder Seite offen, ohne Tor und ohne Eintritt, fünf Gehminuten vom Grazer Hauptbahnhof. Zwei weitere geschützte Platanen wachsen im Umkreis von hundertsiebzig Metern um diese Eiche, was den Park selbst zum ganzen Besuch macht und nicht zu einer einzelnen Station.
Foto: Gerdsch (CC BY-SA 3.0 at)

Ahornblättrige Platane (Platanus x acerifolia) · Lend (Volksgarten park)
Ein datiertes Foto auf Wikimedia Commons, abgelegt unter der Schutznummer genau dieses Baums, zeigt die Platane Jahre nach ihrer förmlichen Ausweisung noch im Volksgarten stehen, einer der kleinen Belege, die dieses Projekt einem bloßen Datenbankeintrag vorzieht. Es ist eine Ahornblättrige Platane, der Hybride, zu dem Stadtplaner in ganz Europa greifen, wenn sie einen Baum wollen, der Abgase und schlechten Boden wegsteckt, und dieser hier macht die Arbeit an dieser Stelle seit dem Jahr 2000. Er wächst wenige Schritte von einer geschützten Eiche und einer zweiten geschützten Platane entfernt, die drei zusammen die dichteste Gruppe ausgewiesener Bäume in Graz, alle in einem kleinen öffentlichen Park erreichbar. Weder die eine noch die andere Quelle nennt ein Alter oder eine Stammmessung, eine ehrliche Lücke bei einem Baum, der alt genug ist, aus eigenem Recht unter Schutz gestellt zu werden. Der Volksgarten ist an jeder Seite offen, ohne Eintritt und ohne Sperrstunde, fünf Gehminuten vom Grazer Hauptbahnhof.
Foto: Gerdsch (CC BY-SA 3.0 at)

Ahornblättrige Platane (Platanus x acerifolia) · Lend (Volksgarten park)
Register führen denselben Baum gelegentlich zweimal unter zwei Adressen, anderswo auf dieser Seite ein echtes Problem, und diese Platane ist die Gegenprobe dazu: Sie steht auf einem eigenen Grundstück, hundertsiebzig Meter von den beiden anderen ausgewiesenen Bäumen des Parks entfernt, vier Monate später in einem eigenen Bescheid des Jahres 2000 geschützt. Keine Dublette, sondern ein dritter Baum, der die kleine Sammlung geschützter Exemplare im Volksgarten vervollständigt. Sie wächst nahe dem Eingang an der Volksgartenstraße und nicht an der Mühlgassenseite, wo ihre beiden Nachbarn stehen, was heißt, dass Besucher den Park von beiden Straßen aus betreten und innerhalb weniger Schritte einen geschützten Baum finden. Das Grazer Stadtregister und die unabhängige Liste in Wikipedia verorten sie auf drei Meter genau gleich. Wie bei ihren Nachbarn hat niemand ein Alter oder eine Stammmessung veröffentlicht, was jeder Leser mit einem Maßband in der Zeit erledigen könnte, die ein Gang durch den Park von einem Ende zum anderen dauert.
Foto: Gerdsch (CC BY-SA 3.0 at)
Feldahorn (Acer campestre) · 70 Jahre · Jakomini, at the eastern edge of the Augarten park
Dieser Feldahorn hat eine ungewöhnlich solide Untergrenze unter seinem Alter. Seine förmliche Ausweisung als Naturdenkmal stammt von 1979, aber Wikipedias eigene Aufstellung nennt eine ältere Quelle, eine Erhebung der gepflanzten Laubbäume von Graz durch F. Hanselmayer aus dem Jahr 1956, die genau diesen Ahorn bereits als schützenswerten Baum führte, Jahrzehnte bevor das Recht nachzog. Das ergibt heute eine harte Untergrenze von mindestens siebzig Jahren, abgeleitet aus einem datierten Beleg und nicht aus einer Vermutung, ohne Obergrenze, weil nichts eine belegt. Er wächst am Ostrand des Augartens, eines öffentlichen Parks in Jakomini, neben einem denkmalgeschützten Badehausgebäude, in dem heute das Museum der Wahrnehmung untergebracht ist. Ob der Baum mit seinem genauen Standfuß auf dem Grund des Museums oder auf dem angrenzenden öffentlichen Parkgrund steht, hat diesmal keine gelesene Quelle bestätigt, weshalb dieser Eintrag gekennzeichnet ist und nicht mit voller Sicherheit steht, eine ehrliche schmale Lücke bei einem sonst gut verankerten Baum.

Ahornblättrige Platane (Platanus x acerifolia) · St. Leonhard (Schillerplatz square)
Ein Foto vom zweiten Mai 2014, auf Wikimedia Commons unter der Schutznummer dieses Baums abgelegt, ist genau die Art kleiner datierter Beleg, die dieses Projekt schätzt: Es zeigt den Baum vor zwölf Jahren lebendig und erkennbar, ein Datenpunkt unabhängig vom laufenden Register der Stadt und von Wikipedias eigener Liste, die sich bei der genauen Stelle auf zwei Meter einig sind. Die Platane ist seit September 1990 Naturdenkmal und wächst am Schillerplatz, einem gewöhnlichen öffentlichen Platz im Bezirk St. Leonhard und nicht in einem gestalteten Park, die Art geschützter Baum, an dem die Leute vorbeigehen, ohne ein zweites Mal hinzusehen, weil ihn nichts von der Möblierung der Straße abhebt. Ein Alter oder eine Stammmessung wurde für sie nie veröffentlicht, was auf die meisten Grazer Naturdenkmäler zutrifft und kein Grund ist, diesen Baum zurückzuhalten: Er steht auf offenem öffentlichem Grund, mit Straßenbahn oder Bus direkt bis zum Platz, zu jeder Stunde frei zugänglich.
Foto: Gerdsch (CC BY-SA 3.0 at)
Stieleiche (Quercus robur) · 100-200 Jahre · Geidorf (Panoramagasse, Ruckerlberg hillside)
Zwei Stieleichen stehen vierzig Meter voneinander entfernt an derselben Hangstraße, am exakt selben Tag im Juli 1979 geschützt, und dies ist die kleinere der beiden: ein Stamm, der bei einer Geländeerhebung 2015 mit 2,80 Metern Umfang gemessen wurde, gegen 4,90 Meter bei ihrer Nachbarin weiter oben. Eine veröffentlichte Wachstumsrate für diese Art wurde diesmal nicht gefunden und geprüft, dieser Umfang wird hier also nicht in ein Alter umgerechnet, statt daraus eine Vermutung im Gewand einer Berechnung zu machen. Das Register führt den Baum gegenüber der Hausnummer 54 in der Panoramagasse, einer steilen Straße am Rückerlberghang in Geidorf, die ihren Namen ehrlich verdient und über die Dächer der Stadt hinaufsteigt. 'Gegenüber' ist das eigene Wort des Registers für die Lage des Baums: auf dem öffentlichen Straßenrand gegenüber dem Haus und nicht in einem privaten Garten. Erreichbar mit dem Bus Richtung Rückerlberggürtel und einem Weg den Hang hinauf, mit der größeren Nachbarin kaum eine Minute weiter.
Stieleiche (Quercus robur) · 175-350 Jahre · Geidorf (Panoramagasse, Ruckerlberg hillside)
Diese Eiche und ihre Nachbarin vierzig Meter weiter unten wurden am selben Tag im Juli 1979 geschützt, fast identische Papiere für zwei Bäume, die sich als alles andere als gleich erwiesen: Eine Geländeerhebung von 2015 maß diesen hier mit 4,90 Metern Umfang, fast das Doppelte der 2,80 Meter der Nachbarin, trotz Adresse und Schutzdatum, die sich sonst wie ein Paar lesen. Nichts in beiden Quellen erklärt den Unterschied, ob der eine Jahrzehnte vor dem anderen gepflanzt wurde oder auf besserem Boden einfach schneller wuchs, diese Seite nennt also die Messung, statt nach einem Grund zu raten. Er steht gegenüber der Hausnummer 56 in der Panoramagasse, einer Hangstraße in Geidorf am Rückerlberg, nach dem eigenen Wortlaut des Registers auf dem öffentlichen Straßenrand und nicht in einem privaten Grundstück. Ein veröffentlichtes Alter gibt es für ihn nicht, und hier wird auch keines erfunden; ein Umfang dieser Größe bedeutet bei einer Eiche meist echtes Alter, aber das eine in das andere umzurechnen braucht eine belegte Wachstumsrate, die diesmal nicht vorlag, die Zahl bleibt also ein Umfang und wird keine Vermutung.
Weymouth-Kiefer (Pinus strobus) · Eggenberg (Schlosspark Eggenberg, within the palace grounds)
Eine Geländemessung vom Oktober 2016, zitiert in Wikipedias eigener Liste der Grazer Naturdenkmäler, gibt dieser Weymouth-Kiefer einen Stamm von 3,70 Metern Umfang und eine Höhe von etwa 27 Metern, Zahlen, deren Standort das laufende Register der Stadt unabhängig auf drei Meter genau bestätigt. Sie ist einer von zehn ausgewiesenen Bäumen, die zusammen am Eingang zum Schlosspark Eggenberg gepflanzt wurden, darunter fünf Platanen und vier weitere Weymouth-Kiefern, aber sie ist die einzige mit einer eigenen Messung im Nachweis, weshalb sie hier für sich steht und nicht als Teil eines Gruppeneintrags: Der Rest liest sich als eine Allee und nicht als neun Dinge, für die man einzeln stehen bleibt. Pinus strobus ist im östlichen Nordamerika heimisch, und dieses Exemplar ist auf österreichischem Boden groß genug geworden, um aus eigenem Recht unter Schutz zu kommen, ausgewiesen 1979. Schloss Eggenberg ist ein UNESCO-Welterbe am Westrand der Stadt, sein Park wird mit einem Ticket und nicht frei betreten, die eine Ausnahme auf dieser sonst offen zugänglichen Grazer Seite. Eine ebenfalls geschützte Blutbuche wächst siebenundfünfzig Meter entfernt im selben Park, was den Weg vom Tor zu zwei Bäumen statt zu einem macht.

Blutbuche (Fagus sylvatica 'Purpurea') · Eggenberg (Schlosspark Eggenberg, within the palace grounds)
Wikipedias Liste setzt diese Blutbuche an die Eggenberger Allee 90, mit Koordinaten, die auf sechs Nachkommastellen mit der GPS-Markierung eines Fotos übereinstimmen, das hier im Juni 2014 aufgenommen und auf Wikimedia Commons unter der Schutznummer des Baums abgelegt wurde. Zwei so genau übereinstimmende Angaben sind ungefähr das Solideste, was ein Standort auf dieser Seite erreichen kann, auch wenn der Baum eine dünnere Dokumentation trägt als die meisten seiner Nachbarn: Er steht im österreichischen Denkmalverzeichnis und nicht im eigens gepflegten Register der Stadt Graz, das ihn überhaupt nicht führt, und seit jenem einen Bild von 2014 hat ihn niemand fotografiert oder gemessen. Fagus sylvatica 'Purpurea' ist eine Zuchtform, gezogen für ihr dunkelrotes Laub, und keine Wildvariante, genau dieser Farbe wegen in ganz Europa in Parks gepflanzt, und diese hier kam 1979 trotz fehlender Umfangs- und Altersangaben zu ihrem förmlichen Schutz. Sie wächst im Schlosspark Eggenberg, dem Gelände eines UNESCO-Welterbe-Schlosses am Westrand der Stadt, siebenundfünfzig Meter von einer geschützten Weymouth-Kiefer entfernt, die Adresse und Ausweisungsjahr 1979 mit ihr teilt, und ist mit demselben Ticket für den Park zu erreichen.
Foto: Kulac (CC BY-SA 3.0 at)

Ahornblättrige Platane (Platanus x acerifolia) · St. Leonhard
Diese Platane ist seit 1979 Naturdenkmal, aus der ersten Welle geschützter Bäume, die Graz je ausgewiesen hat, und ihre Nummer ist eine runde: Steirisches Naturdenkmal 1000. Sie wächst in der Elisabethstraße in St. Leonhard, genau an der Stelle, an der OpenStreetMap unabhängig eine kleine Brücke über einen Bach verzeichnet, ein Detail, das zu einer Pflanzung am Bachrand passt, ohne die Darstellung einer einzelnen Quelle für sich zu bestätigen.
Ein Foto vom 14. Mai 2014, auf Wikimedia Commons abgelegt und per GPS auf die Koordinate des Registers markiert, zeigt den Baum vor zwölf Jahren lebendig und erkennbar. Seither hat ihn niemand fotografiert, dass er heute lebt, ruht also auf diesem Bild und auf seiner aktuellen öffentlichen Eintragung und nicht auf einer frischen Sichtung, eine ehrliche Lücke und keine Gewissheit.
Das laufende Register der Stadt und die eigenständig gepflegte Naturdenkmalliste in Wikipedia sind sich beim Standort auf viereinhalb Meter einig. Keine von beiden trägt ein Alter oder eine Stammmessung, was auf die meisten Grazer Naturdenkmäler zutrifft und kein Grund ist, dieses hier auszulassen: Es steht auf öffentlichem Grund, das Eigentümerfeld des Registers liest sich 'öffentlich', zu jeder Stunde frei zu sehen, weniger als einen Kilometer von der Platane am Schillerplatz.
Foto: Gerdsch (CC BY-SA 3.0 at)

Eiche (Quercus sp.) · Algersdorf (Annaplatz park, Eggenberg district)
Beide Quellen, die diese Eiche beschreiben, sind sich einig, wo genau sie steht, und keine von beiden kann sagen, welche Eiche es ist. Das laufende Baumregister von Graz und die unabhängige Naturdenkmalliste in Wikipedia setzen sie an den Annaplatz, einen kleinen öffentlichen Park in Algersdorf nahe der Annakapelle, auf viereinhalb Meter genau gleich, und beide halten ihren Schutz vom September 1990 fest, ohne je eine Art über 'Eiche' hinaus zu nennen. Sie geht hier also mit nicht bestimmter Art online, die genaue Eiche eine offene Frage für die Person, die als Nächste mit einem guten Blick für Rinde und Blattform vorbeikommt.
Der Annaplatz selbst ist eindeutig öffentlich: Die Parkpflege der Stadt kümmert sich darum, und es finden Veranstaltungen aus der Nachbarschaft statt, Yogastunden darunter, die Art gewöhnliches Grün im Viertel, das ein geschützter Baum ohne Aufhebens um den Zugang teilen kann. Er liegt etwa neunhundert Meter zu Fuß von der Weymouth-Kiefer und der Blutbuche im Schlosspark Eggenberg, nahe genug, um ihn in denselben Ausflug in den Westen zu legen, und anders als die beiden steht er frei statt hinter dem Ticket des Schlosses. Ein Alter oder ein Umfang wurde für ihn nie veröffentlicht, eine Lücke, die diese Seite benennt, statt sie zu überspielen.
Foto: Thomas Ledl (CC BY-SA 4.0)
Hainbuche (Carpinus betulus) · St. Leonhard
Graz stellte diese Hainbuche 2019 unter Schutz, und das Register verzeichnet sonst nichts: kein Alter, kein Stammumfang, keine Geschichte außer einer Grundstücksnummer im Kataster von St. Leonhard. Die meisten geschützten Bäume Österreichs tragen wenigstens ein Maß. Dieser trägt nur einen Platz.
Der Baum steht am Tegetthoffplatz, einem öffentlichen Platz eine kurze Straßenbahnfahrt vom Cluster an der Elisabethstraße entfernt, und die einzige unabhängige Bestätigung, wo genau, ist ein im Dezember 2020 aufgenommenes Foto, dessen eigene Koordinaten fast genau mit dem Punkt des Registers übereinstimmen. Die Bildunterschrift des Fotografen setzt den Baum vor die Kulisse des Seebacher Gymnasiums, aber die Schule ist nur Kulisse: Die Hainbuche selbst wächst auf offenem öffentlichem Grund, nicht auf dem Gelände der Schule.
Die Ausweisung als Naturdenkmal schützt in Österreich einen Baum für das, was er bereits ist, nicht für eine Geschichte, die man ihm anhängt, und die Hainbuche am Tegetthoffplatz ist dafür ein Beispiel: Niemand hat festgehalten, wann sie gepflanzt wurde, niemand hat ihren Stamm gemessen, und das Nächste an einem Dokument ist der Bescheid von 2019, der es verboten hat, sie zu fällen. Wenn Sie sie gemessen haben oder wissen, wann sie gepflanzt wurde, sagen Sie es uns. Bis dahin steht sie auf ihrem eigenen Platz, dreihundertfünfzig Meter von ihrem nächsten Nachbarn auf dieser Liste entfernt, und wartet darauf, dass jemand den Rest ihrer Geschichte aufschreibt.

Edelkastanie (Castanea sativa) · Waltendorf / Lustbuhel
Ein Sturm hat dieser Kastanie einst die Spitze abgebrochen, und sie hat einfach weitergemacht. Das einzige datierte Bild von ihr, im Mai 2014 aufgenommen, zeigt den Schaden deutlich: einen sehr dicken, tief gefurchten Stamm, ein zersplittertes Ende, wo früher der Leittrieb aufragte, und eine Reihe jüngerer Äste, die an der Bruchstelle vorbei nach oben wachsen.
Sie steht am Rand eines öffentlichen Parkplatzes an der Waltendorfer Hauptstraße, am Fuß des Lustbühels, des Hügels im Osten von Graz, der unter Landschaftsschutz steht. Hinter ihr verläuft ein Zaun, der Stamm könnte also an der Grenze zu einer Wiese stehen. Man betrachtet sie von der Parkplatzseite, und das ist nah genug, um den Umfang zu erfassen.
Die Steiermark führt sie als Naturdenkmal 1121, was sie gesetzlich schützt, und damit ist fast alles gesagt, was der Eintrag hergibt: die Art, ein öffentlicher Eigentümer, ein Punkt auf der Karte. Kein Alter, kein Umfang, keine Höhe, kein Pflanzdatum. Das Foto von 2014 wurde weniger als einen Meter vom Punkt des Registers entfernt aufgenommen, es gibt also keinen Zweifel, welcher Baum das ist.
Was seit 2014 niemand festgehalten hat, ist, wie es ihr geht, und ein Baum, der seine Spitze schon verloren hat, ist einer, nach dem man sehen sollte. Wenn Sie in letzter Zeit vor ihr gestanden haben, sagen Sie uns, wie sie aussieht, und wenn Sie ein Maßband dabeihatten, wie dick der Stamm ist.
Foto: Christian Pirkl (CC BY-SA 3.0 at)
Kornelkirsche (Cornus mas) · Kroisbach / Mariatrost
Das einzige Foto, das es von diesem Baum gibt, zeigt keinen Stamm. Am 30. März 2015 von unten aufgenommen, ist es eine Krone aus kleinen gelben Blüten vor blauem Himmel, sonst nichts.
Das ist der Moment der Kornelkirsche. Sie blüht zwischen Ende Februar und März, als einer der ersten Bäume des Jahres, und in Österreich, wo ihre Frucht die Dirndlbeere ist, begegnet man ihr weit öfter als Hecke oder Strauch denn als geschütztem Denkmal. Die Steiermark führt diese als Naturdenkmal 997, auf öffentlichem Grund an der Zufahrtsstraße, die über den Rücken der Johannhöhe oberhalb von Kroisbach läuft, in den Hügeln nordöstlich des Zentrums. Die Koordinaten des Fotos liegen etwa vier Meter vom Punkt des Registers entfernt.
Darüber hinaus ist der Eintrag dünn. Das Register nennt die Art und den Eigentümer und hört dann auf: kein Alter, kein Umfang, keine Höhe. Niemand hat gemessen, wie groß sie ist, und das Bild von 2015 ist der jüngste Beleg, dass sie noch steht.
Der Weg hinauf ist ein steiler Anstieg vom Bus in Kroisbach; zu Fuß ist die Straße auf dem Rücken ein öffentlicher Weg. Gehen Sie im März, dann erkennen Sie sie an der Farbe. Wenn Sie sie seit 2015 gesehen oder ein Maßband um ihren Stamm gelegt haben, sagen Sie uns, was Sie gefunden haben.

Morgenländische Platane (Platanus orientalis) · Harmsdorf, Jakomini
Graz schützt achtzehn Platanen als Naturdenkmal, und das Register führt nur eine davon als Morgenländische Platane. Das ist sie, an einem Parkplatz am Rand der Münzgrabenstraße.
Die anderen siebzehn sind Ahornblättrige Platanen, der Hybrid, der im Volksgarten und am Schillerplatz Schatten spendet. Platanus orientalis ist eine der beiden Elternarten dieses Hybrids, und in einer mitteleuropäischen Straße ist sie weit seltener als ihr Nachwuchs.
Am 1. Juli 1981 wurde sie als Naturdenkmal 1014 ausgewiesen, auf einer Parzelle von etwa 117 Quadratmetern, kaum mehr als ein Quadrat Boden um den Stamm. Das Register der Stadt nennt den Eigentümer öffentlich.
Viel mehr steht nicht in den Akten. Niemand hat ihr Alter, ihren Umfang oder ihre Höhe veröffentlicht, und das jüngste Foto, das wir kennen, entstand im Mai 2014 für Wiki Loves Earth. Der Baum steht noch ohne Löschvermerk auf der amtlichen Liste, aber wir haben nichts Neueres gesehen, das ihn stehend zeigt. Wenn Sie vorbeikommen, sagen Sie es uns, und wenn Sie ein Maßband dabeihaben, würde uns ein Umfang erlauben, ihr ein Alter zuzuordnen.
Sie ist ein eigener Abstecher und kein Teil eines Spaziergangs: etwa drei Kilometer südöstlich des Hauptplatzes in Jakomini und fast zwei Kilometer vom nächsten geschützten Baum der Stadt entfernt, der Platane am Schillerplatz.
Foto: Karin Kraus (CC BY-SA 3.0 at)
Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) · ~150 Jahre · Innere Stadt
Der einzige Baum im Grazer Stadtpark mit einem eigenen Zaun ist eine Kaukasische Flügelnuss aus der ersten Bepflanzung des Parks. Ihre Krone breitet sich so weit aus, dass sie abgestützt werden muss, und seit 2010 hält der Zaun die Besucher unter ihr fern, damit kein herabfallender Ast jemanden trifft.
Der Stadtpark wurde zwischen 1869 und 1872 unter Bürgermeister Moritz Ritter von Franck angelegt. Örtliche Quellen rechnen diese Flügelnuss zu jener ersten Pflanzung um 1870, was sie zu einem der ältesten Bäume des Parks macht und rund 150 Jahre alt. Dieses Alter beruht auf der Gründung des Parks, nicht auf einem Pflanzbeleg oder einem Maßband. Einen Umfang hat niemand veröffentlicht. Wenn Sie den Stamm gemessen haben, schreiben Sie uns.
Von da an gezählt war sie schon ein großer Baum, als Österreich-Ungarn 1918 zerfiel, und sie stand hier durch beide Weltkriege. Sie lebt noch. Eine Spaziergruppe fand sie im Mai 2025 in vollem Laub.
Das Schönste liegt zu ihren Füßen. Im März und April wird der Boden unter ihr blau von Blausternchen, ein Teppich, auf den die Stadtgärtnerei stolz ist. Blausternchen und Flügelnuss stammen aus derselben Gegend der Welt, dem Kaukasus.
Der Park ist kostenlos und offen, wenige Gehminuten von der Altstadt, und der Baum steht in seinem nördlichen Teil. Man sieht ihn vom Zaun aus, und näher kommt niemand heran.