Die Senckenberg-Eibe
FrankfurtWestend
Ungefährer Standort.
Für diesen Baum brauchst du ein TicketEintritt in den Palmengarten: reguläre Tageskarte 9 Euro (10 Euro vom 16. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027). Täglich geöffnet, März bis Oktober 9 bis 19 Uhr, November bis Februar 9 bis 16 Uhr.
1907 zogen zwei Dampfwalzen diese Eibe dreieinhalb Kilometer quer durch Frankfurt, die Wurzeln in einem Erdblock verpackt, der etwa 45 Tonnen wog. Drei Jahrhunderte lang war sie im Garten am Eschenheimer Turm gewachsen, den der Arzt Johann Christian Senckenberg 1766 gekauft hatte: sein botanischer Garten, mit Spital und Anatomie daneben und später einer Bibliothek und einem Museum. Als die Senckenbergische Stiftung das Gelände 1907 verkaufte, wollten ihre Verwalter zwei Dinge erhalten. Das eine war Senckenbergs Grab. Das andere war dieser Baum. Den Baum zu erhalten dauerte drei Jahre. Auf Rat eines englischen Fachmanns für das Versetzen alter Bäume wurden die Hauptwurzeln freigelegt und gekürzt, damit sich an den Stümpfen neue bildeten. Der Wurzelballen maß 4,5 Meter im Quadrat und 2 Meter in der Tiefe, wurde in Holz eingeschalt und auf Rollen gesetzt, und zwischen Ende Mai und Juni durchquerte er die Stadt. Die Firma Philipp Holzmann führte die Arbeit aus, die Öffentlichkeit wurde um Spenden gebeten und die Stadtverordneten gaben Geld dazu. Das Institut für Stadtgeschichte schreibt, kein Baum dieses Alters und dieser Größe sei je so weit versetzt worden. Rund 400 Jahre ist die beste Zahl. Das Institut gab sie zur Zeit des Umzugs mit etwa 300 Jahren an, und die örtliche Überlieferung lässt sie vor dem Dreißigjährigen Krieg gepflanzt sein. Die deutsche Wikipedia zählt sie zu den ältesten Eiben des Landes. Seit 1960 gehört sie zum Palmengarten, sie zu sehen kostet also eine Eintrittskarte.
Palmengarten, north-eastern edge, south of the playground and north of a greenhouse
U-Bahn-Stationen Bockenheimer Warte oder Westend, kurzer Fußweg zum Eingang des Palmengartens.
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.