Die Blutbuche im Palmengarten
Für diesen Baum brauchst du ein TicketKostenpflichtiger Eintritt in den Palmengarten (botanischer Garten mit Eintrittskarte)
Der Palmengarten wurde 1871 eröffnet. Diese Buche war da schon 56 Jahre alt. Das Frankfurter Baumkataster datiert ihre Pflanzung auf 1815, das Jahr von Waterloo, damit ist sie älter als der Garten, der heute Eintritt dafür nimmt, dass man sie ansehen darf. Sie ist eine veredelte Blutbuche, wie fast alle. Die rotblättrige Form fällt aus Samen nicht zuverlässig echt, deshalb wird ein Trieb davon auf eine gewöhnliche grüne Buchenunterlage gesetzt, und an alten Exemplaren findet man die Veredelungsstelle oft noch tief unten am Stamm. Ein Gutachter maß im August 2022 viereinhalb Meter Umfang und notierte ihren Zustand als vital. 2025 wurde sie als Naturdenkmal eingetragen, unter der Rubrik Schönheit und Seltenheit, was für ein Verzeichnis ungewöhnlich offenherzig ist. Sie steht frei auf der Wiese im mittleren Teil des Parks, mit Platz um sich herum, sodass man die ganze niedrige, breite Krone auf einmal erfasst statt stückweise durch andere Bäume hindurch. Am besten kommt man Ende April oder im Mai, nicht im August. Die jungen Blätter öffnen sich durchscheinend rot und dunkeln erst über den Sommer nach, und in der Hochsaison ist der Baum fast schwarzviolett geworden und hat die Hälfte dessen verloren, wofür sich der Weg lohnt.
Palmengarten Frankfurt, middle section of the park (on the meadow), Westend-Süd
U-Bahn-Stationen Bockenheimer Warte oder Westend, kurzer Fußweg zum Eingang des Palmengartens
Quellen
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