Die Kaisereiche
143 JahreStieleiche (Quercus robur)
Jemand versuchte, diese Eiche aus politischem Protest umzubringen, und Berlin pflanzte binnen Wochen eine neue. Die ursprüngliche Kaisereiche kam am 22. März 1879 in den Boden, gepflanzt von einem örtlichen Verleger zum 82. Geburtstag und zur goldenen Hochzeit Kaiser Wilhelms I., an einem damaligen Kreisverkehr am Rand des neuen Vororts Friedenau. Im November 1883, fünf Jahre nachdem zwei Attentatsversuche auf den Kaiser Kanzler Bismarck den Vorwand für die Sozialistengesetze geliefert hatten, beschädigte jemand den Baum so schwer, dass er vollständig ersetzt werden musste, eine Tat, die man damals als Protest gegen eben diese Gesetze las. Die Eiche, die heute an der Ecke Rheinstraße und Moselstraße steht, ist dieser Ersatz. Damit ist sie rund 143 Jahre alt und nicht 147, wie das Datum der ersten Pflanzung nahelegt, ein kleiner, aber ehrlicher Unterschied, den die meisten Nacherzählungen weglassen. Berlin schützt sie als Naturdenkmal, und 2004 enthüllte ein Hohenzollern-Nachfahre, Franz Friedrich Prinz von Preußen, eine Tafel zum 125. Jahrestag der ersten Pflanzung. Die Kreuzung hat keinen eigenen amtlichen Namen, aber Berlins Verkehrsplan beschriftet Bushaltestelle und Taxistand hier bis heute mit Kaisereiche, ein kleiner Akt der Erinnerung, der den Verleger, den Kaiser und das Reich überdauert hat, dem beide Männer dienten.
El botón de arriba abre las indicaciones en tu aplicación de mapas. 10 Gehminuten vom S-Bahnhof Feuerbachstraße (S1), oder direkt bis zur Bushaltestelle Kaisereiche
- Especie
- Stieleiche (Quercus robur)
- Edad estimada
- 143 Jahre
- Ubicación
- Rheinstraße / Moselstraße, 12161 Berlin (Friedenau, Tempelhof-Schöneberg)
- Acceso
- Kostenlos, öffentliche Straßenecke
- Cómo llegar
- 10 Gehminuten vom S-Bahnhof Feuerbachstraße (S1), oder direkt bis zur Bushaltestelle Kaisereiche
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