Dicke Marie
500 bis 900 Jahre (umstritten)Stieleiche (Quercus robur)
Berlins ältester Baum ist älter als die Stadt. Nach der Lesart der Forstverwaltung keimte diese Stieleiche im Tegeler Forst um 1107, gut ein Jahrhundert bevor Berlin 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Wie alt sie wirklich ist, darüber gibt es einen echten Streit. Die Forstleute nennen seit langem 800 bis 900 Jahre. 2021 nahm sich das Nationalerbe-Bäume-Gremium der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft denselben Stamm noch einmal vor und kam auf vorsichtigere 500 bis 600 Jahre, mit dem Argument, dass die Fäule im Inneren jede genauere Angabe zur Vermutung macht. Beide Zahlen können nicht stimmen, deshalb stehen hier beide. Unstrittig ist der Name. Zwei Brüder, die in der Nähe auf Schloss Tegel den Sommer verbrachten, Alexander und Wilhelm von Humboldt, sollen den Baum um 1800 nach der Köchin der Familie benannt haben, und der Scherz überlebte die beiden. Goethe soll 1778 in ihrem Schatten gerastet haben. Die Eiche ist knorrig und hohl geworden statt hoch: Bei 15 bis 16 Metern ist Schluss, die Masse steckt stattdessen in einem Stamm von fast sechs Metern Umfang. Am 9. Juli 2021 wurde sie als erster Waldbaum Deutschlands zum Nationalerbe-Baum ernannt, eine kleine förmliche Ehrung für etwas, das ohnehin längst das älteste Lebewesen einer Stadt mit 3,8 Millionen Einwohnern war.
El botón de arriba abre las indicaciones en tu aplicación de mapas. 12 bis 15 Gehminuten vom U-Bahnhof Alt-Tegel (U6), über die Tegeler Hafenbrücke und den Uferweg
- Especie
- Stieleiche (Quercus robur)
- Edad estimada
- 500 bis 900 Jahre (umstritten)
- Ubicación
- An der Malche, Tegeler Forst, 13507 Berlin (Tegel, Reinickendorf)
- Acceso
- Kostenlos, öffentlicher Wald, jederzeit zugänglich
- Cómo llegar
- 12 bis 15 Gehminuten vom U-Bahnhof Alt-Tegel (U6), über die Tegeler Hafenbrücke und den Uferweg
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