Die Platane am Nebbienschen Gartenhaus
Sieben Meter und dreizehn Zentimeter Stammumfang, gemessen im Oktober 2025. Das ist eine Platane, um die man nicht einmal ein Zehntel herumgreifen könnte, in einem Parkstreifen wenige Minuten von der Frankfurter Oper. Ein unabhängiges Großbaum-Gutachten notierte im vergangenen Herbst 713 Zentimeter, ein anderer Gutachter maß 2022 deren 704. Zwei Messungen im Abstand von drei Jahren, die so eng beieinanderliegen, sind die Art Zahl, der man trauen kann. Gepflanzt wurde sie 1820, zehn Jahre nach dem klassizistischen Pavillon, hinter dem sie steht, dem Nebbienschen Gartenhaus. Beide liegen in der Bockenheimer Anlage, einem Teil des Parkrings, den Frankfurt dort anlegte, wo einst die Stadtmauern standen, weshalb das Grün in diesem Teil der Stadt in einem Bogen verläuft statt im Raster. Der Baum ist rund 35 Meter hoch, mit einer Krone von etwa 26 Metern Durchmesser, und trägt die Nummer 028 im städtischen Naturdenkmalverzeichnis. Zwei Jahrhunderte sind für eine Platane nicht besonders alt. Für diese Adresse schon, an der ein Gartenpavillon von 1810 heute in Sichtweite der Banktürme steht. Der Zugang ist kostenlos und zu jeder Stunde uneingeschränkt, was erwähnenswert ist, weil zwei der geschützten Bäume dieser Liste hinter einer Kasse stehen. Dieser steht einfach in einem öffentlichen Park, und man kann die Hand auf ihn legen.
Bockenheimer Anlage, behind the Nebbiensches Gartenhaus, Innenstadt
Kostenlos, öffentlicher Park (Bockenheimer Anlage), uneingeschränkt zugänglich, bestätigt durch ein unabhängiges Baumgutachten vom Oktober 2025
U-Bahn-Stationen Alte Oper oder Bockenheimer Warte, wenige Gehminuten durch die Wallanlagen
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.