Die Flügelnuss im Englischen Garten
Berlin stellte diesen Baum 1993 aus zwei Gründen unter Schutz, Eigenart und Schönheit, und vermerkte sonst nichts. Kein Alter, kein Umfang, kein Pflanzjahr. Naturdenkmal 1-39/B nennt die Art und einen Punkt im Englischen Garten, dann endet die Akte. Den Rest erzählt die Art selbst. Pterocarya fraxinifolia stammt aus dem Kaukasus und dem Nordiran, wo sie in feuchtem Boden entlang von Flüssen wächst, weshalb sie sich in Berlins trockeneren Pflanzbeeten schwertut und kaum etwas sonst in der Stadt so aussieht wie sie. Im Hochsommer hängt sie halbmeterlange Ketten geflügelter Nüsschen von den Zweigspitzen. Berlins bekanntere Flügelnuss steht auf der anderen Seite der Stadt am Lietzensee, gepflanzt 1927; nach dem Bericht des einen Berliner Autors, der diese hier 2022 aufsuchte, ist sie die größere von beiden, schon hoch und breit und noch immer im Wachsen. Sie steht in guter Gesellschaft. Rund zehn weitere geschützte Bäume stehen in etwa dreihundert Metern Entfernung, darunter der Riesenmammutbaum des Tiergartens, eine dichte Ansammlung von Naturdenkmalen mitten in einer Hauptstadt. Niemand hat sie datiert, also kann niemand ehrlich sagen, was sie erlebt hat. Wenn Sie wissen, wann sie gepflanzt wurde, oder ein Maßband um sie gelegt haben, sagen Sie uns Bescheid.
- Geschätztes Alter
- nicht dokumentiert
- Standort
- Grosser Tiergarten, Englischer Garten, near the Teehaus, Berlin (Tiergarten, Mitte)
- Zugang
- Kostenlos, öffentlicher Park (Großer Tiergarten)
- Anfahrt
- S-Bahnhof Bellevue, etwa 5 bis 8 Gehminuten
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Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- berlin-naturdenkmale register_id 1-39/B (Land Berlin Naturdenkmal register, DL-DE-Zero 2.0)
- blog.inberlin.de
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