Diese Blutbuche war die letzte von vieren. Am 8. Februar 2012 stellte Wien im Wertheimsteinpark an einem einzigen Tag vier Bäume unter Schutz, eine Linde, eine Baumhasel, einen Speierling und diese hier, Naturdenkmal 826. Zusammen machen sie den Park zu einem der wenigen Orte der Stadt, an denen man auf einem kurzen Spaziergang ein ganzes Set sammeln kann, alle vier innerhalb von etwa zweihundert Metern. Der Schutzbescheid lobte ihre prächtige, frei stehende Krone und ihre Vitalität, und das trifft es. Nichts bedrängt sie. Die Krone misst etwa 16 Meter, und der städtische Baumkataster ordnet die Höhe in die Klasse 21 bis 25 Meter ein, es ist also ein Baum zum Umrunden, nicht zum Vorbeigehen. Bei der Unterschutzstellung maß der Stamm in einem Meter Höhe 3,40 Meter Umfang. Der Kataster nennt später 3,60 Meter, sie ist also weitergewachsen. Die Stadt schätzte ihr Alter 2012 auf etwa hundert Jahre, damit ist sie heute etwas über ein Jahrhundert und ein Jahrzehnt alt: eine Schätzung, kein Pflanzdatum, denn das Pflanzjahr ist im Kataster leer. Blutbuchen treiben im Frühling purpurn aus und werden über den Sommer dunkler. Wer im Oktober kommt, sieht die ganze Krone kupferfarben werden, bevor das Laub fällt.
Wertheimsteinpark, Döbling
Kostenlos. Öffentlicher Stadtpark (Parkanlage der MA 42).
Heiligenstadt (U4, S-Bahn), etwa 12 Minuten zu Fuß.
Quellen
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