Die Pyramidenpappel am Franz-Josefs-Bahnhof
Pyramidenpappeln werden eigentlich nicht alt. Sie wachsen schnell, stehen hoch und schmal und gelten als kurzlebig. Die vor dem Franz-Josefs-Bahnhof wurde laut städtischem Baumkataster 1892 gepflanzt, damit ist sie rund 130 Jahre alt und für ihre Art eine echte Veteranin. Allein war sie nicht immer. Wien stellte die Pappeln hier als Naturdenkmal 644 unter Schutz, und die Naturdenkmalliste beschreibt die Gruppe in der Vergangenheitsform: Sie bestand aus drei, zuletzt aus zwei Bäumen. Heute führt das Register einen einzigen Punkt und der Kataster eine einzige Pyramidenpappel genau darauf, 3,08 Meter Umfang, Höhenklasse 16 bis 20 Meter. Der Grund für den Schutz ist ungewöhnlich und erklärt, warum dieser Baum mehr zählt, als seine Größe vermuten lässt. Die Liste nennt ihre Stellung in einer nahezu vegetationsfreien Umgebung und ihre Bedeutung für das Ortsbild. Das ist eine Verordnung nicht für einen Riesen, sondern für ein Wahrzeichen: eine grüne Säule auf einem gepflasterten Platz vor einem Bahnhof, wo sonst kaum etwas wächst. Ein Baum also, den man auf dem Weg irgendwohin sammelt. Die Straßenbahn hält am Julius-Tandler-Platz, zwei Minuten entfernt, und der Bahnhof steht direkt dahinter. Schauen Sie hinauf, bevor Sie hineingehen.
Julius-Tandler-Platz, in front of Franz-Josefs-Bahnhof, Alsergrund
Kostenlos. Auf dem öffentlichen Platz vor dem Bahnhof.
Direkt am Franz-Josefs-Bahnhof; Straßenbahnhaltestelle Julius-Tandler-Platz, unter 2 Minuten zu Fuß.
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
