Die Kaukasische Flügelnuss im Stadtpark
WienInnere Stadt, 1st district
Kommen Sie im Juli, dann hängen mehrere hundert grüne Schnüre an diesem Baum. Die Kaukasische Flügelnuss fruchtet in bis zu halbmeterlangen Ketten, jede eine Reihe kleiner geflügelter Nüsschen, die senkrecht von den Zweigspitzen herabhängen und dort bleiben, erst grün, dann braun, bis in den Herbst. Nichts sonst im Stadtpark macht auch nur annähernd Vergleichbares, und die meisten, die stehen bleiben, haben keine Ahnung, was sie da ansehen. Wien stellte den Baum am 16. Dezember 1941 unter Schutz, mitten im Krieg, als Naturdenkmal Nr. 280. Das städtische Baumkataster datiert ihn auf 1921 und gibt den Stamm mit 308 Zentimetern Umfang unter einer 16 bis 18 Meter breiten Krone an. Es führt außerdem zwei weitere Flügelnüsse genau desselben Alters im Umkreis von fünf Metern, und das ist kein Zufall der Aktenführung: Diese Art treibt kräftig aus dem Wurzelteller aus und schickt rund um den Mutterbaum neue Stämme hoch, bis ein Baum langsam zum Dickicht seiner selbst wird. Die alte Rinde hilft beim Finden. Flügelnussrinde ist tief gefurcht und strangartig, näher an einer sehr alten Esche als an der Walnuss, mit der sie verwandt ist, und dieses Exemplar trägt seine emaillierte Naturdenkmaltafel auf Brusthöhe, halb vom Efeu geschluckt. Es steht nahe am Wienfluss, zwei Minuten vom Ginkgo beim Schubert-Denkmal entfernt.
Stadtpark, west bank of the Wien river, 1010 Wien
Kostenlos, öffentliche Parkanlage (Stadtpark), jederzeit zugänglich
4 Gehminuten von der U-Bahn-Station Stadtpark (U4)
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal Wien (Stadt Wien, data.wien.gv.at), no. 3257447
- de.wikipedia.org
- https://data.wien.gv.at (Baumkataster, layer ogdwien:BAUMKATOGD, BAUM_ID 194189)


