Eine Silberweide steht normalerweise in der Menge. Sie ist der Pionier der Kiesbank, das Erste, was Wurzeln schlägt, nachdem ein Hochwasser das Ufer ausgeräumt hat, und sie wächst im Dickicht, weil der Fluss sie so pflanzt. Diese hier ist allein groß geworden, und Münchens Naturdenkmalverordnung von 2021 schützt sie genau dafür: ein mächtiger, solitärer und auffälliger Baum, in dieser Größe selten im Stadtgebiet. Sie steht am linken Isarufer in der nördlichen Aue jenseits von Freimann, wo der Fluss sich noch über Schotter und Seitenarme ausbreiten darf, statt zwischen verbauten Ufern zu laufen. Der deutsche Name der Art ist Silberweide, und an einem windigen Tag sieht man, warum: Die Blätter sind unterseits weiß, ein Windstoß dreht also die ganze Krone in einer Bewegung ins Helle. Nichts sonst am Uferweg tut das. Weiden legen schnell Holz zu und werden früh hohl, der Umfang sagt hier über Jahre also sehr wenig. Die Stadt hat kein Alter erfasst, keine andere Quelle nennt diesen Baum, und jede Zahl, die wir anböten, wäre als Tatsache verkleidete Rechnerei. Wenn Sie ihn gemessen oder über ein paar Hochwasser hinweg beobachtet haben, hätten wir lieber Ihren Bericht als unsere Schätzung. Der Uferweg führt daran vorbei und ist ganzjährig offen.
Isar riverside path, left bank north of the Großlappen treatment works, 80995 München
Kostenlos, öffentlicher Grund, keine Einschränkungen
Am öffentlichen Isarweg in der nördlichen Aue, Freimann
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Bayern LfU), no. ND-01992
- Munich Naturdenkmalverordnung 2021, Schwabing-Freimann 6
- lfu.bayern.de