Nach der eigenen Rechnung der Stadt ist das die größte Hängebuche, die in München steht. Die Naturdenkmalverordnung von 2021 sagt es in ihrer Schutzbegründung, abgesichert mit dem Wort derzeit, was die ehrliche Art ist, einen Superlativ über etwas Lebendiges zu formulieren. Jede Hängebuche ist eine Veredelung. Fagus sylvatica 'Pendula' kommt aus Samen nicht sortenecht, jede ist also ein Steckling derselben hängenden Linie, aufgesetzt auf die Wurzel einer gewöhnlichen grünen Buche, und bei älteren Exemplaren zeigt sich die Verbindung oft noch als Wechsel in der Rinde nahe dem Boden. Darüber tut der Baum, was keine wilde Buche tut. Die Äste biegen sich nach außen und fallen dann, Lage über Lage, bis die Zweigspitzen den Boden erreichen und sich die ganze Krone zu einem Raum schließt. Hineinzugehen und am Stamm zu stehen ist der Sinn dieser Sorte und der Grund, warum Gärtner sie seit dem frühen 19. Jahrhundert weiter veredeln. Sie wächst auf dem Grundstück Situlistraße 73-75 in Freimann, etwa 70 Meter von einer Blutbuche entfernt, die dieselbe Verordnung eigenständig schützt, die beiden sind also ein kurzer Weg und keine zwei Besorgungen. Ein Alter ist nicht verzeichnet. Die Verordnung nennt Gründe und nie Daten, die Stadt hat also aufgeschrieben, dass dies die größte ihrer Art hier ist, ohne eine einzige Zahl über sie festzuhalten.
Situlistraße 73-75, 80939 München
Kostenlos, öffentlicher Grund, keine Einschränkungen
4 Gehminuten vom Bahnhof Freimann
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Bayern LfU), no. ND-07042
- Munich Naturdenkmalverordnung 2021, Schwabing-Freimann 10
- lfu.bayern.de
