Die deutsche Wikipedia nennt sie eine der bizarrsten Baumgestalten Deutschlands, und man kann kaum widersprechen. Die Hohle Linde von Obermarbach ist weniger ein Stamm als eine Hülle aus gespaltenem, klaffendem Holz, und sie steht an einem Hohlweg neben der Dorfkirche St. Vitus. Die bayerische Liste markanter Bäume gibt ihren Umfang mit 10,2 Metern an. Diese Zahl sollte man locker halten: Bei einem so hohlen, so zerrissenen Stamm ist das Maßband vielleicht um einen Ring einzelner Teile gelaufen statt um eine geschlossene Säule, und die Liste sagt nicht, wann gemessen wurde. Dieselbe Liste schätzt ihr Alter auf etwa 400 Jahre. Das ist eine runde Schätzung und keine Zählung, also irgendwo zwischen 300 und 500 Jahren. In der Mitte dieser Spanne stand sie schon, als der Dreißigjährige Krieg in den 1630er Jahren Bayern erreichte. Die Liste nennt sie nur Linde und sagt nicht, welche Art; wenn Sie es an den Blättern erkennen, sagen Sie es uns. Sie ist als Naturdenkmal geschützt. Die jüngsten Fotos, die wir finden, stammen vom Juni 2019, ein Wort dazu, wie sie heute aussieht, wäre also willkommen. Obermarbach liegt rund 33 km nördlich von München in der Gemeinde Petershausen: mit dem Regionalzug nach Petershausen, dann einige Kilometer weiter mit Bus oder Rad. Sie liegt weiter draußen als die meisten Bäume auf dieser Seite und sieht keinem von ihnen ähnlich.
Hohlweg, Obermarbach, Gemeinde Petershausen, Landkreis Dachau
Kostenlos. Steht an einem Hohlweg im Dorf Obermarbach, neben der Kirche St. Vitus, auf öffentlichem Grund, ohne Eintritt.
Rund 33 km nördlich von München, weiter draußen als die meisten Bäume auf dieser Seite: mit dem Regionalzug von München Hbf nach Petershausen, dann einige Kilometer mit Bus oder Rad nach Obermarbach.
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.

