Mit 38 Metern ist diese Platane der höchste geschützte Baum Freiburgs, mit einem Vorsprung, den bisher niemand am Zweitplatzierten nachgemessen hat. Sie wächst am Rand der Kartause, eines ehemaligen Kartäuserklosters im Stadtteil Waldsee, dessen Garten noch die Form des Ordens bewahrt, der ihn anlegte: ein ummauertes, bestelltes Stück Land, gepflegt statt sich selbst überlassen, was wohl ein Teil der Erklärung ist, warum eine Platane hier den Platz und die Pflege hatte, so hoch zu werden. Platanen vertragen schlechten Boden und Luftverschmutzung besser als fast jede andere Art, deshalb pflanzen Städte sie an Straßen und Plätzen; diese hier bekam stattdessen einen Klostergarten und nutzte den Vorteil. Der Garten hat begrenzte Öffnungszeiten, freitagnachmittags von drei bis sechs ohne Anmeldung offen und zu anderen Zeiten mit vereinbarter Führung, es ist also kein Baum für einen spontanen Umweg. Von der Kartäuserstraße aus ist der Baum ohnehin zu sehen. Ihr Alter oder ihren Stammumfang hat niemand festgehalten. Ein so hoher Baum auf so ruhigem Gelände ließe sich plausibel in beide Richtungen lesen, Jahrzehnte oder mehr als ein Jahrhundert, und ohne Tafel oder Umfangsmessung lassen wir die Zahl lieber leer, als zu raten.
Kartauserstrasse, by the Kartause (former Carthusian monastery), Waldsee
Kostenlos, jederzeit vom öffentlichen Gehweg an der Kartäuserstraße aus sichtbar. Der Baum steht am Rand des historischen Klostergartens der Kartause, dessen Inneres außerdem freitags von 15 bis 18 Uhr ohne Anmeldung zum Besuch offen ist.
Freiburger Tram oder Bus Richtung Littenweiler/Waldsee, dann ein kurzer Fußweg entlang der Kartäuserstraße.
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- LUBW/RIPS Naturdenkmal register, id 83110000015, '1 Platane', designated 1955-08-17: https://rips-dienste.lubw.baden-wuerttemberg.de/rips/ripsservi…
- freiburg-schwarzwald.de, reproducing Badische Zeitung / Simone Lutz, 'Nasenzwickerle unter Denkmalschutz', 28.8.2009: names it the tallest Naturden…
