Diese Eiche wurde zum hundertsten Geburtstag eines Sportplatzes in Berlin gepflanzt. 1811 wurde in der Hasenheide der erste deutsche Turnplatz eröffnet, und ein Jahrhundert später feierten die Offenbacher Turner das Datum mit einem Baum. Ein niedriger Stein am Stamm sagt es bis heute: Zur Erinnerung an die Eröffnung des ersten deutschen Turnplatzes in der Hasenheide in Berlin 1811, 19. Juni, 1911. Der Pflanzung ging ein Schauturnen auf dem Bieberer Berg voraus, nach dem sich alle Vereine aus Offenbach und Bürgel zur Offenbacher Turnerschaft zusammenschlossen. Das Verzeichnis datiert sie auf den Winter 1911/12, sie ist also etwa 115 Jahre alt. Dann bekam die Eiche eine schwerere Aufgabe. Am 10. August 1928, dem 150. Geburtstag des Turnpioniers Friedrich Ludwig Jahn, dessen Namen sie trägt, wurde neben ihr ein zweiter Stein enthüllt: ein pyramidenförmiger Findling aus dem Taunus, für 211 Vereinsmitglieder, die im Ersten Weltkrieg gefallen waren. Seine Metalltafel ist inzwischen verschwunden. Die Spuren, wo sie befestigt war, sind geblieben. Ein Riese ist der Baum nicht: eine weit ausladende, wohlgeformte Krone, die eine Straßenkreuzung prägt, seit Juli 1988 Naturdenkmal Nummer 11. Stammumfang und Höhe hat niemand veröffentlicht, und das jüngste datierte Foto, das wir kennen, stammt von 2018. Wenn Sie ein Maßband um den Stamm gelegt haben, schreiben Sie uns. Sie steht an der Ecke Gutenbergstraße und Starkenburgring in Offenbach, kostenlos und auf öffentlichem Grund, eine S-Bahn-Fahrt von Frankfurt entfernt.
Corner of Gutenbergstrasse and Starkenburgring, Offenbach am Main
Kostenlos; offene Straßenecke an einer Kreuzung, Baum und Gedenksteine stehen laut der Stadt auf öffentlichem Grund.
Offenbach am Main, S-Bahn vom Frankfurter Hauptbahnhof in die Offenbacher Innenstadt (Fahrzeit und Fußweg ab der Station nicht gemessen).
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
