Diese Eiche wurde 1681 als Holzanlage gepflanzt, und niemand hat sie je eingelöst. Die Kirchgemeinde Pesterwitz setzte sie zusammen mit einigen anderen Bäumen, um das Holz später einmal zu verkaufen. Die anderen sind verschwunden. Diese steht noch in der Kurve am Ortseingang, an der Straße An der Winzerei nahe der St.-Jakobus-Kirche. Ihren Namen hat sie vom Kalender und nicht von einer Aufzeichnung darüber, warum sie gepflanzt wurde: 1680 und 1681 waren Pestjahre, und der Baum wurde zur Pesteiche. Der Axt ist sie seither nahegekommen. Im Zweiten Weltkrieg sollte sie für eine Panzersperre gefällt werden, und auch das hat sie überstanden. Heute ist sie über 20 Meter hoch, das regionale Tourismusbüro sagt fast 22, mit einem Stamm von mehr als fünf Metern Umfang. Die Krone braucht Hilfe, um zusammenzuhalten: Sie ist mit Seilen gesichert, und beim Schnitt 2023 kam eine weitere Stütze hinzu. Der Brauch, einen Baum nach einer Seuche zu benennen, endete nicht mit ihr. 2021 wurde nahe der Alten Winzerei eine junge Eiche gepflanzt und Corona-Eiche genannt. Pesterwitz gehört zur Stadt Freital gleich westlich von Dresden, die die Eiche als eines ihrer Naturdenkmale schützt. Sie steht direkt an der Straße, ohne Randstreifen oder Bank, ein Baum also, zu dem man vom Straßenrand aufschaut, nicht einer, unter dem man sitzt.
An der Winzerei, Oberpesterwitz (Pesterwitz), Freital, near the St.-Jakobus-Kirche
Kostenlos. Steht an der öffentlichen Straße An der Winzerei am Ortseingang in einer Kurve; davor ein Schutzschild. Keine Bank und kein Randstreifen zum Verweilen (laut der Tourismusseite Dresden Elbland), also vom Straßenrand aus betrachten.
Nicht geprüft. Pesterwitz gehört zu Freital, etwa 10 km südwestlich der Dresdner Innenstadt; Bus- oder Straßenbahnverbindung und Fahrzeit haben wir nicht geprüft.
Quellen
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