Die Blutbuche im Fraenkel-Garten
BerlinKladow, Spandau
Ungefährer Standort.
Berlin erklärte diese Blutbuche 1993 zum Naturdenkmal. Sie wächst im Landhausgarten Dr. Max Fraenkel, einem Garten, den der Bankier Fraenkel um 1930 am Havelufer in Kladow anlegen ließ, auf einem Gelände, das zuvor eine Ziegelei war. Er beauftragte Erwin Barth, damals Gartendirektor der Stadt, der einen formalen Rosengarten, eine staudengesäumte Kaskade sowie Obst- und Gemüsebeete nahe dem Haus anlegte und weiter entfernt einen freieren Landschaftsteil mit Wasserfall, Teichen und einem Teepavillon. Der Garten wechselte im weiteren Verlauf des Jahrhunderts Besitzer und Nutzung, bevor das Bezirksamt Spandau ihn restaurierte und 2016 wieder für die Öffentlichkeit öffnete, mit einem Besucherzentrum dort, wo einst eine Privatfamilie ihre Gäste empfing. Die Buche steht unter Schutz wegen ihrer Schönheit und landeskundlichen Bedeutung, doch keine Quelle nennt bislang ihr Alter oder ihren Stammumfang, beides bleibt offen für den, der als nächstes misst. Sie steht irgendwo auf den 2,97 Hektar des Gartens, frei zugänglich und von der Berliner Innenstadt aus gut erreichbar, auf derselben Route, die auch die BVG-Fähre und die Wochenendradler nach Kladow nehmen. Ihre Krone, dunkelpurpurn zwischen dem Grün des Gartens, ist eine weitere Schicht in einer Anlage, die über fast ein Jahrhundert in Etappen gewachsen ist.
Landhausgarten Dr. Max Fraenkel, Luedickeweg 1, 14089 Berlin-Kladow
Kostenlos, der Garten ist öffentlich zugänglich, mit Besucherzentrum (2016 wiedereröffnet)
BVG-Fähre F10 nach Alt-Kladow oder Bus, dann ein kurzer Weg zum Garten am Lüdickeweg
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Land Berlin, layer schutzgebiete:a_nd), no. 5-56/B
- berlin.de, B, designated 1993 03 02)
- berlin.de, artikel.288638
- berlingarten.de
