Um 1960 hat jemand den Fuß dieses Eichenstamms mit Mauerwerk gefüllt, und seitdem wächst der Baum langsam über die Steine. Die Bäreneiche ist die dickste von sechs alten Eichen an einem Weg auf dem Platnersberg in Erlenstegen: 6,77 Meter Umfang in Brusthöhe, als sie 2014 für eine Erfassung der monumentalen Eichen Deutschlands vermessen wurde, und rund 28 Meter hoch. 1934 maß derselbe Stamm 5,35 Meter. Die Reihe führte einst zum Lusthaus von Georg Thummen, der dieses Land 1533 kaufte. Später wurde der Weg verlegt, um die Eichen zu schonen. Der Baum selbst kam nach Thummen: Eine Schätzung von 2016 setzte ihn bei etwa 300 Jahren an, und ein städtischer Baumfachmann sagte nordbayern.de, sie sei fast so alt wie die alte Linde auf der Hallerwiese. Das heißt 300 bis 350 Jahre, geschätzt und nicht gezählt. Ihren Namen hat sie vom Bärenbrunnen, einem Brunnen, der auf das Jahr 1500 zurückgeht, ein paar Schritte südlich steht und bis heute jedes Jahr sein eigenes Fest bekommt. Die Eiche hat eigene Gesellschaft: Eine Untersuchung von 2004 fand in ihr zwei Sommerquartiere von Wasserfledermäusen. Sorgenfrei ist sie nicht. Ein Schwefelporling, ein holzzersetzender Pilz, lebt seit einigen Jahren in ihr, doch der Mann, der sie vermaß, nannte ihre Vitalität noch gut. Nürnberg schützt sie seit 1986 als Naturdenkmal.
Platnersberganlage, beside the Bärenbrunnen, Erlenstegen, 90491 Nürnberg
Frei zugänglich. Die Platnersberganlage ist seit 1907 eine öffentliche Grünanlage der Stadt; die Wiesen beiderseits des Fußwegs sind als Liegewiesen offen. Die Eiche steht auf der Wiese neben dem Bärenbrunnen.
Straßenbahnlinie 8 nach Erlenstegen (VAG); genaue Haltestelle und Gehzeit nicht geprüft.
Quellen
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