Das Beste an dieser Linde ist unten. Münchens Naturdenkmalverordnung von 2021 gibt den meisten Bäumen ihrer Liste einen Satz über Größe oder Krone; diese bekommt eine Bemerkung über ihre Füße und lobt einen ausgeprägten, breiten, kelchförmigen Stammfuß, dazu die Wirkung, die sie am Weiher in der Landschaft hat. Alte Linden machen das. Der Stamm läuft am Boden in Wülste aus, die wie gegossenes Wachs in die Erde ziehen, und bei einer großen kann diese Verbreiterung weiter reichen, als ein Mensch mit den Armen fasst. Sie wächst am Wasser an der Muttenthalerstraße in Solln, am Südwestrand Münchens, wo die Straßen breit und die Gärten alt sind. Eine Linde an einem Weiher ist in Bayern keine zufällige Kombination. Die Linde war der Baum, den Dörfer dorthin pflanzten, wo sie sich trafen, tanzten und Recht sprachen, und Wasser und eine Bank folgen meist derselben Logik. Stellen Sie sich an den Stammfuß, statt die Krone von der anderen Uferseite zu fotografieren, denn der Fuß ist das, was die Stadt hervorgehoben hat. Das Alter ist das Einzige, was fehlt: Das Register hat weder Jahr noch Umfang für sie, und keine zweite Quelle nennt den Baum überhaupt. Wer ein Maßband dabeihat, kann uns mehr sagen als die Akte.
Weiher an der Muttenthalerstraße, 81477 München
Kostenlos, öffentlicher Grund, keine Einschränkungen
In Solln, am Weiher an der Muttenthalerstraße
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Bayern LfU), no. ND-02008
- Munich Naturdenkmalverordnung 2021, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln 5
- lfu.bayern.de


