Acht mediterrane Bäume wachsen auf einem Grünstreifen an einer der meistbefahrenen Ringstraßen Münchens, in einer Stadt, die mehr als 500 Kilometer nördlich des natürlichen Verbreitungsgebiets der Art liegt. Celtis australis, in Südeuropa und Nordafrika heimisch, ist von München als äußerst seltene Art im Stadtgebiet eingetragen, und diese Gruppe von acht Bäumen auf einem Grünstreifen am Oskar-von-Miller-Ring westlich der Siemens-Zentrale steht ausdrücklich wegen dieser Seltenheit unter Schutz als Naturdenkmal und nicht wegen der Größe oder des Alters eines einzelnen Baums. Keine Quelle nennt für die Gruppe ein Pflanzdatum. Ein Bestand von acht ausgewachsenen Exemplaren, die zusammenstehen, spricht allerdings eher für eine einzige gezielte Pflanzung als für Anflug, der sich über die Jahre selbst ausgesät hätte, und am ehesten für eine gestalterische Wahl für die Straße statt für den Rest von etwas Älterem. Der Verkehr auf dem Ring läuft ununterbrochen an ihnen vorbei, eine merkwürdige Umgebung für das, was die Unterlagen der Stadt selbst als echte botanische Rarität behandeln, denselben rechtlichen Schutz wert wie ihre ältesten Eichen und Linden.
Oskar-von-Miller-Ring, near the Siemens headquarters, Maxvorstadt, 80333 München
Kostenlos, öffentliche Straßenbepflanzung
5 Gehminuten vom Karlsplatz (Stachus) oder vom U-Bahnhof Königsplatz
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.
- Im amtlichen Register: Naturdenkmal (Landeshauptstadt München, LfU Bayern), no. ND-01956
- de.wikipedia.org
- stadtgeschichte-muenchen.de

