Im März 1940 trieb das größte Elbhochwasser des 20. Jahrhunderts zehn bis fünfzehn Stunden lang 40 Zentimeter dicke Eisschollen gegen diese Linde. Die Schollen trafen den Baum und die Ummauerung, die sein Besitzer 1913 gebaut hatte. Das Eis riss eine etwa einen halben Meter hohe Wunde um den halben Stamm, und der Wulst, den sie hinterließ, ist in etwa 1,5 Metern Höhe noch zu sehen. Alt war die Linde da schon. Die örtliche Darstellung lässt sie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gepflanzt oder gesät sein, am ehesten in den 1670er Jahren oder um 1680, und 1997 schrieb der Besitzer von einer 320-jährigen Linde. Das ergibt heute etwa 340 Jahre. Das Haus dahinter, Nummer 17, ist dagegen jung: 1879 für einen sächsischen Hofmarschall gebaut und heute selbst ein Kulturdenkmal. Sie ist eine Winterlinde, etwa 20 Meter hoch, mit einem Stamm von 3,90 Metern Umfang, und steht außen an der Eisschutzmauer neben der Straße. Das Pflaster über ihren Wurzeln wurde zu ihrem Schutz durch Kopfsteine ersetzt, und im Juni 1999 machte die Stadt sie zum Naturdenkmal. Gleich nördlich der Einfahrt ist die Straße für Autos gesperrt und wird Teil des Elberadwegs, und zwei weitere geschützte Bäume stehen jeweils etwa 500 Meter entfernt daran: Schwarzpappeln bei Nummer 1 und eine Schwarzkiefer bei Nummer 39.
Laubegaster Ufer, by house no. 17, Altlaubegast
Kostenlos. Steht außen an der Eisschutzmauer von Laubegaster Ufer 17, neben der Straße; gleich nördlich der Einfahrt ist die Straße für Autos gesperrt und Teil des linkselbischen Elberadwegs.
Nicht geprüft; Laubegast ist ein Stadtteil am östlichen Elbufer. Vor der Angabe die nächste Straßenbahnhaltestelle und den Fußweg prüfen.
Quellen
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