Im Winter sieht man sofort, warum dieser Baum auf Deutsch Geweihbaum heißt. Er bildet wenige, dicke, stumpfe Zweige, und sobald die Blätter gefallen sind, wirkt die Krone weniger wie ein Baum als wie ein Geweih, das gegen den Himmel gehalten wird. Diesen Anblick behält er einen großen Teil des Jahres, denn er treibt im Frühjahr als einer der letzten aus und wirft im Herbst als einer der ersten ab. Der englische Name, Kentucky coffeetree, kommt von den Samen. Siedler in Nordamerika sollen sie geröstet und als Kaffeeersatz verwendet haben; roh sind Samen und Hülsen giftig, das ist also eine Geschichte zum Erzählen, nicht zum Nachmachen. Berlin erklärte diesen hier am 2. März 1993 aus einem einzigen Grund zum Naturdenkmal 1-53/B, der Seltenheit, und er ist der einzige Geweihbaum unter den Berliner Bäumen auf unserer Karte. Er steht auf dem Märkischen Platz, gegenüber der Wallstraße 53, und wurde im Mai 2024 belaubt fotografiert. Die Blätter, wenn sie dann kommen, lohnen einen Blick: Jedes ist ein doppelt gefiederter Wedel aus vielen kleinen Blättchen, und ein einzelnes Blatt kann den größten Teil eines Meters erreichen. Mit der Samthaarigen Stinkesche auf der Fischerinsel, rund 600 Meter entfernt, ergibt er außerdem einen bequemen kleinen Spaziergang. Berlins Register verzeichnet für ihn weder Alter noch Umfang. Wenn Sie wissen, wann er gepflanzt wurde, sagen Sie uns Bescheid.
Maerkischer Platz, opposite Wallstrasse 53, Berlin-Mitte
Kostenlos, öffentlicher Platz (Märkischer Platz), jederzeit zugänglich
U-Bahnhof Märkisches Museum (U2), etwa 3 Gehminuten (geschätzt)
Quellen
Woher die Angaben auf dieser Seite stammen.